Tötungsdelikt und Schüsse in islamischen Zentrum – Täter tot aufgefunden

20.12.2016 - Medienmitteilung

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Nach einem Tötungsdelikt in Zürich Schwamendingen sowie einer Schiesserei mit drei teils schwer verletzten Personen ist der mutmassliche Täter verstorben aufgefunden worden. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Mann selbst gerichtet. Es bestehen keinerlei Hinweise auf eine islamistisch motivierte Tat beziehungsweise auf eine Verbindung des Täters zum IS.

Auf einem Spielplatz wurde am Sonntagmorgen (18.12.2016) in Zürich Schwamendingen ein toter Mann aufgefunden (s. Medienmitteilung der Stadtpolizei Zürich). Wie die Abklärungen zeigten, war er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Umgehend eingeleitete Ermittlungen, insbesondere medizinisch-forensische Erkenntnisse des Forensischen Instituts Zürich (FOR) sowie des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich, führten zu einem 24-jährigen Schweizer aus dem Bezirk Uster. Es wird davon ausgegangen, dass er für den Tod des Mannes verantwortlich ist. Nach ihm wurde sofort mit intensiven Fahndungsmassnahmen mit Einbezug von Kantons-, Stadt- und Kommunalpolizeien gesucht.

Ein vorerst Unbekannter betrat gleichentags mit einer Schusswaffe den Gebetsraum des islamischen Zentrums an der Eisgasse in Zürich und gab Schüsse ab. Dabei verletzte er drei Personen, zwei davon schwer (s. Medienmitteilung der Stadtpolizei Zürich). Alle wurden nach ihrer Einlieferung ins Spital notoperiert und befinden sich zwischenzeitlich in stabilem Zustand und ausser Lebensgefahr.

Noch während den sofort eingeleiteten Fahndungsmassnahmen meldete ein Passant der Stadtpolizei Zürich den Fund eines toten Mannes in der Nähe des Hauptbahnhofs Zürich am Ufer der Sihl. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Mann selbst das Leben genommen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass es sich um die im Tötungsdelikt vom Sonntag gesuchte Person handelt. Die Auswertung der Spuren belegte, dass er auch für die Tat vom Montagabend verantwortlich war. Genauer Hintergrund und Motiv sind noch nicht geklärt. Es bestehen jedoch keinerlei Hinweise auf eine islamistisch motivierte Tat beziehungsweise auf eine Verbindung des Täters zum IS.

In den nächsten Wochen werden die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich und die Kantonspolizei Zürich die Ermittlungen weiter vorantreiben. Eine öffentliche Information ist erst nach Abschluss dieser Arbeiten wieder zu erwarten.

Kantonspolizei Zürich
Mediendienst / Tel. 044 247 36 36
Werner Schaub

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich
Medienstelle / Tel. 043 258 22 21
Corinne Bouvard
 

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