Telefonbetrug: "Spoofing" – neue Tätermasche

13.10.2017 - Medienmitteilung

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Seit Wochenbeginn sind der Kantonspolizei Zürich erneut mehrere Telefonbetrugsfälle gemeldet worden. Die Täter melden sich jeweils telefonisch bei ihren Opfern und geben sich als Polizisten aus. Besonders perfide: Die Telefonanrufe erfolgen unter einer technisch manipulierten Rufnummer. So kann selbst die Polizeirufnummer 117 auf der Telefonanzeige erscheinen. Ermittler bezeichnen dieses Vorgehen als "Spoofing", ein englischer Begriff für Verschleierung oder Vortäuschung.

Typisches Tatvorgehen der meist hochdeutsch sprechenden Anrufer; sie geben an, Polizisten zu sein. Dazu erscheint auf den Telefonanzeigen der Opfer die Notrufnummer 117 oder eine ähnliche Zahlenkombination. Im Verlaufe des Gesprächs teilen die Betrüger den Angerufenen mit, dass kriminelle Personen es auf ihr Vermögen abgesehen hätten und das Geld auf den Bankkonten nicht mehr sicher sei. Sie werden aufgefordert, das Geld zu holen und es der Polizei zur vorübergehenden sicheren Verwahrung zu übergeben. Oder es auf der Bank in Gold umzutauschen und es dann an angeblich überwachte Kriminelle zu übergeben, die dann anschliessend zusammen mit dem Geld durch die Polizei verhaftet werden würden.

Bei den aktuell der Kantonspolizei Zürich gemeldeten Fällen ist es gemäss heutigem Kenntnisstand zu keiner Geldübergabe gekommen. Die Betroffenen haben sich gegenüber den Betrügern skeptisch geäussert oder haben den gemachten Angaben keinen Glauben geschenkt.

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor solchen Anrufen und rät folgendes:


- Seien Sie misstrauisch,
  wenn ein Polizist Sie dazu bringen will, grössere
  Geldsummen abzuheben, jemandem zu übergeben oder
  irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt am Telefon nie
  grössere Bargeldsummen.

- Verschaffen Sie sich Sicherheit,  
  indem Sie das Gespräch beenden und bei der Polizei über
  die Notrufnummer 117 nachfragen, ob es diesen Polizisten
  tatsächlich gibt.

- Handeln Sie besonnen,
  indem Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen
  unbekannte Person übergeben. Verschaffen Sie sich
  Gewissheit, wen Sie vor sich haben. Polizisten weisen sich
  immer mit Ihrem Polizeiausweis aus.

- Melden Sie verdächtige Situationen umgehend der Polizei
  unter der Notrufnummer 117.

Weitere Informationen zum Thema auf www.telefonbetrug.ch.

Kantonspolizei Zürich
Mediendienst / Tel. 044 247 36 36
Werner Schaub
 

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