Portraits

Zurück zur Übersicht

Peter Forster

Peter Forster, *1951. Dienstchef Grenzpolizeiliche Massnahmen; Polizist seit 1.9.1976.

«Polizist bin ich geworden, weil ich in der Rezession Mitte der 1970er-Jahre eine sichere Arbeitsstelle suchte; mein Arbeitgeber hat mir nahegelegt, eine neue Stelle zu suchen. Als ich mich bei der Kapo beworben habe, wusste ich nicht, ob ich die hohen Anforderungen erfüllen kann. Heute führe ich etwa 60 Mitarbeitende und bin verantwortlich für die Umsetzung der grenzpolizeilichen Massnahmen auf dem Flughafen Zürich. Die schönste Zeit meiner Laufbahn waren die neun Jahre, in denen mein Diensthund und ich die Polizeistation Weisslingen betreuten. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Wahrscheinlich schon.»

Eva Graf

Eva Graf, *1957. Kriminalpolizei,
Eigentums- und Vermögensdelikte; Polizistin seit 1.2.1979.

«Ich bin Polizistin geworden, weil ich nach dem KV raus auf die Strasse und etwas erleben wollte. Und das konnte ich in der Tat - in meinen über 30 Jahren bei der Kapo habe ich unter anderem auch Terroristen gejagt, Drogenkuriere verhaftet und mehr als 100 Kilogramm Heroin sichergestellt. Zur Zeit ermittle ich in einer Einbruchserie mit einer Deliktsumme von über 12 Millionen Franken. Da braucht es eine rechte Portion Hartnäckigkeit. Am Polizeiberuf gefallen mir die Freiheit, das selbständige Arbeiten, die gute Kollegialität und die Vielfältigkeit der Aufgaben. Ob ich heute noch einmal Polizistin werden möchte? Jederzeit.»

Ralph Hirt

Ralph Hirt, *1959. Kriminalpolizei, Betäubungsmittelspezialist; Polizist seit 1.10.1983.

«Ich habe Maschinenmechaniker gelernt. Ich wollte Verantwortung übernehmen, doch an der Drehbank konnte ich das nicht. Deshalb bin ich zur Polizei gegangen. Zur Zeit der offenen Drogenszene auf dem Platzspitz habe ich in die zivile Drogenfahndung gewechselt. Das fand ich damals sehr spannend. Und auch heute noch bin ich mit voller Überzeugung dabei. Jede meiner Handlungen als Drogenfahnder hat auch präventiven Charakter. So motiviere ich mich immer wieder neu. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Auf jeden Fall. Es gibt keinen anderen Beruf, der so abwechslungsreich ist.»

Walter Kleiner

Walter Kleiner, *1955. Leiter Einsatzzentrale; Polizist seit 1.2.1980.

«Seit 1994 arbeite ich in der Einsatzzentrale. Das ist mein Traumjob, den ich bis zu meiner Pensionierung ausüben möchte. Pro Jahr erhalten wir etwa 190'000 Anrufe auf die Notrufnummer 117. Und bei jedem Anruf, bei jedem Funkspruch muss ich sofort entscheiden, welche Massnahmen eingeleitet werden müssen. Es fasziniert mich, als erster zu erfahren, wenn etwas passiert ist, und die Einsätze unserer Polizisten zu koordinieren. Die Schichtarbeit macht mir nichts aus. So kann ich auch mal unter der Woche etwas mit meiner Frau unternehmen. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Auf jeden Fall.»

Heinz Schär

Heinz Schär, *1956. Dienstchef Unfallfotodienst; Polizist seit 1.9.1977.

«Nach 28 Jahren an der ‹Front› habe ich eine neue Herausforderung gesucht. Zum Unfallfotodienst bin ich gegangen, weil ich dort etwas bewegen konnte. Die analoge Fotogrammetrie war veraltet. Heute dokumentieren wir Unfälle mit 3D-Laser und verfügen damit über die modernste Technologie der Schweiz. Noch wichtiger als das Fotografieren ist die Spurensuche und -sicherung an der Unfallstelle. Denn eine Spur, die wir nicht entdecken, können wir auch nicht dokumentieren. Und was wir nicht finden und festhalten, fehlt nachher bei der Rekonstruktion des Unfalls vor Gericht. Ich bin stolz auf meinen Beruf. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja, jederzeit und uneingeschränkt.»

Brigitte Schlegel

Brigitte Schlegel, *1962. Kriminalpolizei, Delikte gegen Leib und Leben; Polizistin seit 1.4.1989.

«Ich finde es wichtig, dass bei Tötungsdelikten jemand die Konsequenzen trägt. Es geht nicht nur darum, einen Schuldigen zu überführen. Ich will auch, Erklärungen - nicht Entschuldigungen! - für den Vorfall finden. Dazu braucht es Verständnis und Einfühlungsvermögen. Vor allem aber Geduld und Hartnäckigkeit - um einen Verdächtigen zu überführen, werde ich zum Bullterrier. Ich weiss aber auch, wann ich loslassen muss. Als Frau habe ich mir immer gesagt: ‹Ich bin nicht da, um Kaffee zu servieren, sondern um Fälle zu lösen.› Ob ich heute noch einmal Polizistin werden möchte? Unbedingt - es ist mein Lieblingsberuf.»

Rolf Schwander

Rolf Schwander, *1960. Kriminalpolizei, allgemeine Ermittlungen; Polizist seit 1.2.1982.

«Ich liebe es, wenn etwas läuft, ich erlebe gerne etwas. Deshalb haben mir zum Beispiel die Extremfahrkurse bei der Verkehrspolizei sehr gefallen. Und natürlich die Action als Polizeigrenadier bei der Einsatzgruppe Diamant. Heute ermittle ich bei der Kriminalpolizei unter anderem Sozialhilfebetrüger. Ich weiss nicht, ob ich das noch bis zu meiner Pensionierung machen möchte - die High-Tech-Elektronik bei Überwachungseinsätzen zum Beispiel würde mich schon noch reizen… Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ich glaube schon.»

Jonathan Steiner

Jonathan Steiner, *1949. Offiziersstellvertreter Flughafenpolizei; Polizist seit 1.10.1980.

«Ich war schon über 30, als ich mich entschieden habe, Polizist zu werden. Ausschlaggebend waren für mich der Kontakt mit Menschen aus aller Welt, die gute und breite Ausbildung, die Karrieremöglichkeiten und nicht zuletzt der attraktive Lohn. Meine Arbeit bei der Flughafenpolizei empfinde ich als sehr anspruchsvoll und herausfordernd. Sie lässt mir aber auch grossen gestalterischen Spielraum. Meinen Mitarbeitenden sage ich immer wieder, sie sollen nicht versuchen, es allen recht zu machen - das führt nicht zum Ziel, sondern nur in die Mittelmässigkeit. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja, auf jeden Fall!»

Jürg Studer

Jörg Studer, *1957. Kriminalpolizei,
Eigentums- und Vermögensdelikte; Polizist seit 1.2.1979.

«Polizist geworden bin ich, weil ich einen abwechslungsreichen Beruf suchte, der mich in Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen bringt. In der Fahndung und im Betäubungsmitteldienst habe ich bestimmt über 1400 Leute verhaftet und etwa 20 grosse Drogenringe zerschlagen. Polizist muss man mit Haut und Haaren sein; wer diesen Beruf nur als Job betrachtet, wird als Polizist nicht glücklich. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja.»

Martin Uiker

Martin Uiker, *1958. Kriminalpolizei, Jugenddienst Bezirk Hinwil; Polizist seit 1.2.1985.

«Die Arbeit im Jugenddienst gefällt mir sehr gut. Wir gehören zur Kriminalpolizei und ermitteln bei Jugendkriminalität. Doch die Prävention ist in unserer Arbeit auch sehr wichtig. Um Jugendlichen die Grenzen aufzuzeigen, braucht es nicht immer eine Anzeige; im direkten Gespräch mit allen Beteiligten kann ich häufig mehr bewirken und erreichen. Von Schulen, Eltern und Jugendlichen bekomme ich jedenfalls gute Rückmeldungen. Die Arbeit mit den Jugendlichen hält mich jung. Und so lange ich ihre Sprache verstehe, so lange bleibe ich auch im Jugenddienst. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja, unbedingt!»

Felix Wenger

Felix Wenger, *1956. Kriminalpolizei, Delikte gegen Leib und Leben; Polizist seit 1.10.1979.

«Schon mein Vater war Polizist bei der Kapo Zürich. Für mich war immer schon klar, dass ich einmal Kapitalverbrechen ermitteln werde. Das ist für mich die Krone der Möglichkeiten. Meine Aufklärungsrate ist ungefähr 85 Prozent. Das ist zwar hoch, aber eigentlich immer noch 15 Prozent zu niedrig. Es freut mich, wenn ein Täter nach Abschluss des Verfahrens sagt, ‹Wenger, Sie waren knallhart und konsequent in der Sache, als Beschuldigten haben Sie mich aber immer fair, korrekt und anständig behandelt›. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Auf jeden Fall.»

Beat Wettstein

Beat Wettstein, *1960. Verkehrsinstruktor; Polizist seit 1.9.1982.

«Seit 2001 bin ich Verkehrsinstruktor. Kindern und Jugendlichen richtiges und sicheres Verhalten im Strassenverkehr zu zeigen, ist eine ebenso wichtige wie schöne Aufgabe. Ich freue mich jeden Tag, eine ‹meiner› rund 300 Schulklassen zu besuchen. Vom Kindergarten bis zur Berufsschule - jede Klasse ist anders. Deshalb ist es immer wieder eine Herausforderung, den Zugang zu den Kindern zu finden, damit meine Botschaft ankommt und haften bleibt. Da muss man authentisch sein, sonst hören die Kinder ganz schnell nicht mehr zu. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja, unbedingt.»

Jürg Zimmermann

Jürg Zimmermann, *1959. Dienstchef Stellvertreter Verkehrszug Bülach; Polizist seit 1.2.1981.

«Autos haben mich schon immer fasziniert. Deshalb war für mich immer klar, dass ich bei der Verkehrspolizei alt werde. Wobei … wir sind längst nicht nur Verkehrspolizisten. Wir erfüllen die polizeiliche Grundversorgung. Deshalb sind unsere Patrouillen in der Regel als erste an Ort und Stelle, ganz egal, was passiert. Das macht die Arbeit so interessant. Als Dienstchef-Stellvertreter bin ich zwar nicht mehr so viel auf Achse. Aber die Arbeit von 45 Leuten zu leiten, ist auch ganz spannend. Für mich ist Polizist zu sein nicht nur Beruf, sondern auch Berufung. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Auf jeden Fall.»

Zurück zur Übersicht