Portraits

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Ersetzen Sie mich

Eva Graf, *1957. Kriminalpolizei,
Eigentums- und Vermögensdelikte; bei der Kantonspolizei Zürich seit 1.2.1979.

«Ich bin Polizistin geworden, weil ich nach dem KV raus auf die Strasse und etwas erleben wollte. Und das konnte ich in der Tat – in meinen über 30 Jahren bei der Kapo habe ich unter anderem auch Terroristen gejagt, Drogenkuriere verhaftet und mehr als 100 Kilogramm Heroin sichergestellt. Zur Zeit ermittle ich in einer Einbruchserie mit einer Deliktsumme von über 12 Millionen Franken. Da braucht es eine rechte Portion Hartnäckigkeit. Am Polizeiberuf gefallen mir die Freiheit, das selbständige Arbeiten, die gute Kollegialität und die Vielfältigkeit der Aufgaben. Ob ich heute noch einmal Polizistin werden möchte? Jederzeit.»

Schicken Sie mich in Rente

Jonathan Steiner, *1949. Offiziersstellvertreter Flughafenpolizei; bei der Kantonspolizei Zürich seit 1.10.1980.

«Ich war schon über 30, als ich mich entschieden habe, Polizist zu werden. Ausschlaggebend waren für mich der Kontakt mit Menschen aus aller Welt, die gute und breite Ausbildung, die Karrieremöglichkeiten und nicht zuletzt der attraktive Lohn. Meine Arbeit bei der Flughafenpolizei empfinde ich als sehr anspruchsvoll und herausfordernd. Sie lässt mir aber auch grossen gestalterischen Spielraum. Meinen Mitarbeitenden sage ich immer wieder, sie sollen nicht versuchen, es allen recht zu machen – das führt nicht zum Ziel, sondern nur in die Mittelmässigkeit. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja, auf jeden Fall!»

Lösen Sie mich ab

Jörg Studer, *1957. Kriminalpolizei,
Eigentums- und Vermögensdelikte; bei der Kantonspolizei Zürich seit 1.2.1979.

«Polizist geworden bin ich, weil ich im Militär nicht weitermachen wollte – und weil ich einen abwechslungsreichen Beruf suchte, der mich in Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen bringt. In der Fahndung und im Betäubungsmitteldienst habe ich bestimmt über 1400 Leute verhaftet und etwa 20 grosse Drogenringe zerschlagen. Polizist muss man mit Haut und Haaren sein; wer diesen Beruf nur als Job betrachtet, wird als Polizist nicht glücklich. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Ja.»

Beenden Sie meine Karriere

Felix Wenger, *1956. Kriminalpolizei, Delikte gegen Leib und Leben; bei der Kantonspolizei Zürich seit 1.10.1979.

«Schon mein Vater war Polizist bei der Kapo Zürich. Für mich war immer schon klar, dass ich einmal Kapitalverbrechen ermitteln werde. Das ist für mich die Krone der Möglichkeiten. Meine Aufklärungsrate ist ungefähr 85 Prozent. Das ist zwar hoch, aber eigentlich immer noch 15 Prozent zu niedrig. Es freut mich, wenn ein Täter nach Abschluss des Verfahrens sagt, ‹Wenger, Sie waren knallhart und konsequent in der Sache, als Beschuldigten haben Sie mich aber immer fair, korrekt und anständig behandelt›. Ob ich heute noch einmal Polizist werden möchte? Auf jeden Fall.»

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