Häusliche Gewalt

Was ist Häusliche Gewalt?

Häusliche Gewalt ist die weltweit am meisten verbreitete und alltäglich vorkommende Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Gewalt in partnerschaftlichen und familiären Beziehungen kommt in allen Altersstufen, Kulturen und sozialen Schichten vor, unabhängig vom Geschlecht, Bildungsniveau, Einkommen, gesellschaftlichen Status oder der Herkunft der Betroffenen.

In der Schweiz ist Häusliche Gewalt als gesellschaftliches Problem erkannt und es sind in den letzten Jahren verschiedenste Massnahmen auf kantonaler und nationaler Ebene eingeführt worden.

Häusliche Gewalt liegt vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder aufgelösten familiären oder partnerschaftlichen Beziehung in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität verletzt oder gefährdet wird durch die Ausübung oder Androhung von Gewalt oder mehrmaliges Belästigen, Auflauern oder Nachstellen (§ 2 GSG).In der Schweiz ist Häusliche Gewalt als gesellschaftliches Problem erkannt und es sind in den letzten Jahren verschiedenste Massnahmen auf kantonaler und nationaler Ebene eingeführt worden.

Der Begriff „Häusliche Gewalt“ umfasst demnach nicht nur die Gewalt und das Stalking in einer bestehenden oder aufgelösten Partnerschaft, sondern auch im Familienverband (z.B. Kinder direkt oder indirekt durch das Miterleben, Onkel, Tante, Nichte, Neffe, unter Geschwistern oder Verschwägerten usw.). Ein gemeinsamer Haushalt oder ein Zusammenleben wird nicht vorausgesetzt.

Häusliche Gewalt präsentiert sich in den unterschiedlichsten Formen. Sie kann sich beispielsweise im spontanen Konfliktverhalten zeigen oder aber in Form von langjährigen Gewaltbeziehungen auftreten, häufig geprägt von einem Machtungleichgewicht oder Abhängigkeitsverhältnis.

Von Häuslicher Gewalt zu unterscheiden sind gewöhnliche Beziehungskonflikte oder Familiendifferenzen, welche sich vorwiegend im verbalen Bereich abspielen und bei denen zwischen den Betroffenen kein Machtgefälle besteht.

Es werden folgende Formen von Häuslicher Gewalt unterschieden, wobei diese meist gemeinsam auftreten: