Hilfe und Beratung

Gewaltausübende Personen

Was kann ich tun, wenn ich Gewalt ausübe?

Haben Sie in Ihrer partnerschaftlichen oder familiären Beziehung schon einmal Gewalt ausgeübt? Haben Sie Angst, in Beziehungskonflikten oder wenn Sie sich unter Druck fühlen die Kontrolle zu verlieren und Ihr Gegenüber anzuschreien, zu schlagen oder zu bedrohen? Wissen Sie manchmal nicht wohin mit Ihrer Wut? Schieben Sie Ihr gewalttätiges Handeln auf besondere Umstände oder geben Sie anderen die Schuld dafür?

Es gibt keine Entschuldigung für Gewalt – auch nicht im familiären Umfeld. Häusliche Gewalt ist nicht erlaubt und richtet Schaden an – bei Ihnen selbst und Ihren Angehörigen. Es ist keine Schande ein Problem zu haben. Zeigen Sie Mut, übernehmen Sie die Verantwortung und suchen Sie Hilfe - bevor es zu spät ist.

  • Holen Sie Hilfe und Unterstützung bei einer Beratungsstelle für gewalttätige Personen per Telefon, online oder auch in einem persönlichen Gespräch (siehe unten).
  • Sprechen Sie mit Ihnen nahe stehenden Personen über Ihre Gefühle. Beobachten Sie, wie andere Menschen mit Drucksituationen und Wut umgehen. Überlegen Sie sich, was Sie das nächste Mal tun wollen, wenn Sie Aggressionen oder Ohnmacht bemerken.
  • Es ist hilfreich, wenn Sie sich bei Konflikten und Stress zurückziehen. Verlassen Sie das Haus, wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren. Machen Sie einen Spaziergang oder sprechen Sie mit einem Freund oder einer Freundin.
  • Suchen Sie Hilfe beim Hausarzt oder der Hausärztin, einer Psychologin oder einem Psychologen oder einer Beratungsstelle.

Im Kanton Zürich führt das mannebüro züri bei Häuslicher Gewalt die Gefährderansprache nach Gewaltschutzgesetz durch und bietet darüber hinaus weitere Beratungsangebote an, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme. Die proaktive Ansprache von Gefährderinnen wird von den Bewährungs- und Vollzugsdiensten durchgeführt (weitere Angebote für Gewaltberatungen in der Schweiz).

Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht die Teilnahme am Lernprogramm Partnerschaft ohne Gewalt, welches von den Bewährungs- und Vollzugsdiensten durchgeführt wird, angeordnet werden.