Hilfe und Beratung

Ich bin betroffen

Was kann ich als Opfer Häuslicher Gewalt tun?

Werden Sie von Ihrem Partner oder von Ihrer Partnerin geschlagen, bedroht, beschimpft oder kontrolliert? Spricht er oder sie davon, sich oder Ihnen etwas anzutun oder gar Ihnen die Kinder wegzunehmen? Leiden Ihre Kinder unter der Situation oder haben sie Gewaltvorfälle miterlebt? Werden Sie von Familienangehörigen misshandelt oder zur Heirat gezwungen? Denken Sie manchmal daran, von zu Hause wegzugehen, weil Sie die Situation nicht mehr aushalten, wissen jedoch nicht wie und wohin?

Wenn Sie von Gewalt betroffen sind, ist es wichtig, dass Sie Hilfe suchen, auch wenn es schwerfällt, das Schweigen zu durchbrechen, und es viel Mut erfordert, sich an eine Beratungsstelle oder die Polizei zu wenden. Dieser Schritt birgt die Chance, Verständnis, Sicherheit und Auswege zu finden. Je früher, desto besser.

Häusliche Gewalt wird in der Schweiz nicht akzeptiert und ist in der Regel auch strafbar. Das Gesetz schützt alle Gewaltopfer und stellt klar: Gewaltanwendung wird sanktioniert! Sie als Opfer haben das Recht auf Schutz, Sicherheit und Hilfe:

  • Rufen Sie im Notfall die Polizei (Telefon 117) oder erstatten Sie Anzeige auf dem nächsten Polizeiposten (Kantonspolizei Zürich / Stadtpolizei Zürich / Stadtpolizei Winterthur). Diese können dann die entsprechenden Schutzmassnahmen wie Wegweisung, Kontakt- oder Rayonverbot verfügen.
  • Suchen Sie Unterstützung und Hilfe bei Beratungsstellen. Diese informieren und beraten Sie in persönlichen und rechtlichen Fragen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.
  • Wenn Sie sich zu Hause nicht mehr sicher fühlen, haben Sie auch das Recht, (mit Ihren Kindern) Ihr Zuhause zu verlassen. Schutz und Beratung bieten Ihnen Frauenhäuser (Frauenhaus Zürich Violetta, Frauenhaus Winterthur, Frauenhaus und Beratungsstelle Zürcher Oberland) andere Einrichtungen wie das Schlupfhuus für Jugendliche, das Mädchenhaus oder die Institution Zwüschehalt für gewaltbetroffenen Männer und Väter (mit ihren Kindern) an.
  • Weihen Sie eine Person ein, die Ihnen nahe steht und zu der Sie Vertrauen haben. Diese können Sie dann im Notfall zu Hilfe rufen.
  • Schützen Sie Ihre persönlichen Sachen (Identitätskarte, Bankkonto, Aufenthaltsbewilligung sowie Dinge, die Ihnen persönlich wichtig sind) und bringen Sie diese an einen sicheren Ort.
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern und sagen Sie ihnen, wie sie sich im Notfall verhalten sollen.