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Gesundheitswesen

Häusliche Gewalt führt vielfach zu Verletzungen und Beschwerden, die medizinisch behandelt werden müssen. Untersuchungen belegen, dass Gesundheitsfachpersonen häufig die ersten oder einzigen Ansprechpersonen für gewaltbetroffene Frauen und Männer sind. Aufgrund ihrer besonderen Vertrauensstellung fällt es Opfern wie auch gewaltausübenden Personen leichter, ihnen gegenüber das Schweigen zu brechen und sich aus ihrer Isolation zu lösen. Die Schwelle, sich an die Polizei oder an eine spezialisierte Beratungsstelle zu wenden, ist für Gewaltbetroffene oft deutlich höher.

Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich (Arztpraxen, Gesundheitszentren, Spitäler/Notaufnahme, etc.) nehmen darum eine wichtige Schlüsselstellung ein. Es ist nicht ihre Aufgabe, Häusliche Gewalt zu beenden oder langjährige Gewaltbeziehung zu klären. Sie können aber wertvolle Hilfe leisten, die Folgen erlebter Gewalt zu lindern und allenfalls weitere Unterstützung den Betroffenen zu vermitteln. Dies kann längerfristig zu einer Verbesserung der Lebensumstände führen, insbesondere auch bei mitbetroffenen Kindern.

Empfehlungen für Fachleute im Umgang mit Gewaltopfern

Warnzeichen zur Erkennung von Häuslicher Gewalt

Fort- und Weiterbildung für med. Fachpersonen

Literaturhinweis

Diese und weitere Informationen finden Sie im von der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit der Frauenklinik Maternité, dem Stadtspital Triemli und dem Verein Inselhof Triemli verfassten Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung: Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren (2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Verlag Hans Huber, Bern 2010, 336 Seiten, Fr. 49.90, ISBN: 978-3-456-84826-6, online beim Verlag bestellen).