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Gewaltschutzgesetz

Das Gewaltschutzgesetz bezweckt den kurzfristigen Schutz der durch Häusliche Gewalt betroffenen und gefährdeten Personen für die Dauer von 14 Tagen mit der Möglichkeit zur Verlängerung um maximal drei Monate.

Namentlich sind in § 3 GSG folgende Schutzmassnahmen aufgeführt:

Polizeiliche Schutzmassnahmen können auch gegen den Willen der betroffenen Personen angeordnet werden. Die Anordnung ist unentgeltlich. Für die Verlängerung fallen Kosten von ca. CHF 300.00 bis 600.00 an, welche von der unterliegenden Partei zu tragen sind (Informationen zu Prozesskosten und unentgeltlicher Prozessführung).

Überdies kann die Polizei die gefährdende Person bis zu 24 Stunden inhaftieren bei unmittelbarer, schwer wiegender Gefährdung, welche auf andere Weise nicht abgewendet werden kann, oder wenn ein Gewahrsam zur Sicherung des Vollzugs einer Schutzmassnahme notwendig ist. Der polizeiliche Gewahrsam kann um max. 4 Tage gerichtlich verlängert werden (§ 13 f. GSG).

Leben minderjährige Kinder im Haushalt der gefährdeten oder gefährdenden Person, erstattet die Polizei Meldung an die Kinder-und Erwachsenenschutzbehörden. Darüber hinaus werden die Beratungsstellen für gefährdete wie gefährdende Personen mit den für die proaktive Ansprache notwendigen Unterlagen bedient (§ 15 f. GSG).

Flankierende Massnahmen

Leben minderjährige Kinder im Haushalt der gefährdeten oder gefährdenden Person, erstattet die Polizei Meldung an die Kinder-und Erwachsenenschutzbehörden. Darüber hinaus werden die Beratungsstellen für gefährdete wie gefährdende Personen mit den für die proaktive Ansprache notwendigen Unterlagen bedient (§ 15 f. GSG).

Das mannebüro züri ist mit der Gefährderberatung nach Gewaltschutzgesetz beauftragt und bietet darüber hinaus weitere Beratungsangebote an, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme. Die proaktive Beratung von Gefährderinnen wird von den Bewährungs- und Vollzugsdiensten durchgeführt. Im Kanton Zürich stehen überdies auch die Fachberatung Häusliche Gewalt und Konflikt.Gewalt. für weiterführende Gewaltberatungen zur Verfügung (Angebote Schweiz).

Kinder, die Gewalt zwischen den Eltern oder einem Elternteil und deren Lebenspartner/in miterlebt haben, können mit Einverständnis eines Elternteils ebenfalls an die dafür spezialisierten Beratungsstellen kokon - Fachbereich KidsCare oder OKey & KidsPunkt verwiesen werden (vgl. Fokusthema Kinder).