Jugend & Gesetz

Straftaten

Jugendtypische Straftaten

jugenddelikte

Mit Gewalt löst Du keine Probleme. Im Gegenteil!

Im Sport wird ein Foul mit einem Freistoss, einem Penalty oder in krassen Fällen mit einem Platzverweis bestraft. Bei Unsportlichkeiten droht die Disqualifikation. Das Missachten von Regeln hat Konsequenzen. Wer gegen Regeln und Vorschriften verstösst, macht sich strafbar.

Das Schweizerische Strafgesetzbuch regelt unter anderem die folgenden typischen Jugenddelikte:

Körperverletzung:
Wer absichtlich einen Menschen verletzt oder seiner Gesundheit einen Schaden zufügt, begeht ein Delikt und wird bestraft.
Von einer schweren Körperverletzung spricht man, wenn jemand lebensgefährlich verletzt wurde oder einen bleibenden Schaden erleidet.

Tätlichkeiten:
Schubsen, Stossen, Treten, ein Bein stellen oder eine Ohrfeige austeilen sind Tätlichkeiten, die bestraft werden können.

Raufhandel/Angriff:
Darunter versteht man eine tätliche Auseinandersetzung, die die Körperverletzung oder den Tod eines Menschen zur Folge hat und an der mehrere Personen beteiligt sind.

Gewaltdarstellung:
Wer Ton- oder Bildaufnahmen von Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere auf seinem Mobiltelefon oder Computer speichert, anbietet oder weitergibt, wird bestraft.
(siehe auch Pornografie)

Wer klaut, droht oder andere ausnimmt ist out!

Diebstahl:
Wer jemandem eine fremde bewegliche Sache wegnimmt, um sich damit zu bereichern, wird bestraft.
Diebstahl ist ein jugendtypisches Delikt. Jugendliche stehlen selten alleine und lassen sich oft wegen Gruppendrucks oder einer ‚günstigen Gelegenheit’ dazu hinreissen. Ab und zu stehlen sie ganz gezielt, um sich so vielleicht das neuste Game zu beschaffen.

Einbruchdiebstahl / Hausfriedensbruch:
Wer gewaltsam in ein Gebäude oder einen umzäunten Raum eindringt, um dort etwas zu stehlen, der begeht ein schweres Delikt und macht sich meistens zusätzlich der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs schuldig.

Raub:
Wer mit Gewalt oder Drohung gegen eine Person einen Diebstahl begeht, wer dazu eine Schusswaffe oder eine andere gefährliche Waffe einsetzt, wird bestraft.
Schwer wiegt aus strafrechtlicher Sicht der Raub, oder wie man verharmlosend sagt, das Leute-Ausnehmen. Die Räuber treten meist als Gruppe bzw. Bande auf, sind mit Messern oder Pistolen bewaffnet, umkreisen und bedrohen das oft gleich alte Opfer und berauben es. Alle Personen, die den Haupttäter begleiten, werden aus polizeilicher Sicht als Mittäter betrachtet!

Hehlerei:
Wer eine Sache, von der er weiss oder annehmen muss, dass sie ein anderer gestohlen hat, erwirbt, sich schenken lässt, verheimlicht oder veräussern hilft, wird bestraft.
Dieser Artikel soll verhindern, dass ein Straftäter Diebesgut verkaufen oder sonstwie absetzen kann.

Erpressung:
Bedroht der Täter eine Person oder wendet er Gewalt an, um sich zu bereichern, so begeht er eine Erpressung und wird bestraft.

Drohung:
Wer jemanden durch schwere Drohung in Angst und Schrecken versetzt, kann bestraft werden.
Erpressung, Drohung und Nötigung sind schwer wiegende und leider oft erlebte Straftaten. Das Opfer wird mit schweren Drohungen oder anderen Einschüchterungen dazu gezwungen, etwas gegen seinen Willen zu tun und wird in Angst versetzt.

Nötigung:
Wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden, wird bestraft.

Freiheitsberaubung und Entführung:
Wer jemanden zu Unrecht festnimmt oder gefangen hält oder auf eine andere Art und Weise seiner Freiheit entzieht, wird bestraft.
Darunter versteht man zum Beispiel das Einsperren einer Person in einem abgeschlossenen Raum oder das Zurückhalten an einem bestimmten Ort.

Sprayen und Zerstören sind fies!

Sachbeschädigung:
Wer fremdes Eigentum beschädigt, zerstört oder gar unbrauchbar macht, kann bestraft werden.
Darunter fällt sogar das Besprayen schon besprayter Hausfassaden, aber auch das Zerstören fremder Sachen im Allgemeinen.

Die sexuelle Selbstbestimmung ist ein Grundrecht.

Sexuelle Nötigung / Vergewaltigung:
Wer eine Person zu sexuellen Handlungen nötigt, oder zum Geschlechtsverkehr zwingt, indem er sie bedroht oder zur Gegenwehr unfähig macht, wird bestraft.

Sexuelle Belästigung:
Wer jemanden in sexueller Hinsicht tätlich angreift oder durch Worte sexuell belästigt, kann ebenfalls bestraft werden.
Darunter fällt u.a. jemandem an die Geschlechtsteile greifen, einen Rock hochstreifen, oder grobe wörtliche Belästigungen äussern.

Pornografie:
Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen einer Person unter 16 Jahren anbietet und wer solche sexuelle Aufnahmen mit Handlungen von Kindern, oder Tieren besitzt oder weitergibt, wird bestraft.

Achtung:
Gewaltdarstellungen und Pornografie haben auf Deinem Natel und/oder auf Deinem Computer nichts verloren. Verboten ist bereits der blosse Besitz von harter Pornografie. Die Polizei verhaftet den oder die Täter und stellt das Handy oder den Computer zuhanden der Jugendanwaltschaft sicher.

Unter harter Pornografie versteht man Darstellungen, die sexuelle Handlungen mit Kindern oder mit Tieren, menschlichen Ausscheidungen oder Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben.

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