Zielgruppen

Eltern

Liebe Eltern

Unser Team ist stets bestrebt, den Jugendlichen als Vorbild, mit Respekt und Akzeptanz gegenüber zu treten, ihnen aber auch bei Gesetzesübertretungen Einhalt zu gebieten und Grenzen aufzuzeigen. Wir wollen das Sicherheitsgefühl stärken und somit auch die Belange der Opfer verstärkt in unsere Arbeit einbringen. Wir sind menschlich und handeln professionell. Innovation und Flexibilität zeichnen uns aus. Fairness und Ehrlichkeit sind die Basis unserer sozialen Kompetenz.

Sie, liebe Eltern, sind unsere Partner - Gemeinsam sind wir erfolgreich!

Alle Menschen machen Fehler. Nur gemeinsam mit Ihnen gelingt es uns, den Jugendlichen die Werte unserer Gesellschaft zu vermitteln und ihnen den gebührenden Platz in der Gesellschaft zu geben.

Rolf Weilenmann, Dienstchef Jugendintervention


„Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“
(Anonymus)

Eltern haben Einfluss

Viele Eltern sind der Meinung, dass sie keinen Einfluss mehr auf ihre Kinder haben. Vor allem stellen wir dies in der Pubertät des jeweiligen Kindes fest. Diese Meinung basiert darauf, dass die Rebellion gegen die Eltern mit dem Ziel der völligen Unabhängigkeit zwangsläufig sei und der natürlichen Entwicklung entspreche.

Eltern versuchen, mit Strafen, Strenge und übermässigem Druck dagegen zu wirken. In den meisten Familien gehört dies zum Alltag. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo man als Elternteil aufgibt und den Kindern ihren Willen überlässt, obwohl man die drohende Gefahr klar erkennt.

Das nachfolgende Zitat von Diana Baumrind (1987) beschreibt diesen Vorgang sehr deutlich:

"Wenn die Abhängigkeit junger Leute von den Meinungen der Gleichaltrigen in den letzten 25 Jahren sich verstärkt hat, dann ist der Grund nicht darin zu suchen, dass Eltern es nicht schaffen würden, Einfluss auf die Jugendlichen zu nehmen, sondern vielmehr darin, dass die Erwachsenen sich selbst aus dem Leben der Jugendlichen zurückgezogen haben"

Wir können diese Entwicklung nur bestätigen.

Was können Eltern dagegen tun?

Wir können und wollen uns nicht in die Erziehung Ihres Kindes einmischen. Wir können auch keine Schublade ziehen und die ideale Lösung für Ihre erzieherischen Probleme hervorzaubern. Es liegt uns fern, Ihre Erziehungsmethoden zu kritisieren. Wir wollen Ihnen aber mit den nachfolgenden Tipps zur Seite stehen und Ihnen eine mögliche Lösung aktueller Probleme anbieten:

Jugendgewalt

Wie die Kriminalstatistik zeigt, sind die Gewalttaten von Jugendlichen in den letzten beiden Jahren kontinuierlich gesunken. Es gibt verschiedene Gründe für diese erfreuliche Entwicklung. Sicher ist die Sensibilisation bei den Opfern (erhöhte Anzeigebereitschaft), aber auch bei allen Institutionen, die sich mit Jugendlichen befassen, gestiegen. Vor allen Dingen die intensive Zusammenarbeit zwischen diesen Institutionen haben viel zu diesem positiven Ergebnis beigetragen.  

Unsere Erfahrungen gehen aber auch dahin, dass die Intensität der Gewalt ein neues Bild erfahren hat. Früher nahm man bei Prügeleien Rücksicht auf die am Boden Liegenden. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Die Jugendlichen schlagen noch weiter, auch wenn das Opfer zu keiner Gegenwehr mehr fähig ist.

Wir von der Jugendintervention können wohl verschiedene Gründe für dieses Verhalten nennen, doch wird die Aufzählung nicht abschliessend sein und jeder Fall zeichnet sich durch andere Umstände aus.

Gewaltdarstellungen / pornographischer Inhalt auf PC und Handy

In den letzten Jahren stellt die Polizei bei Jugendlichen eine Zunahme von Gewalt- und Pornografiedarstellungen auf Handys, Computern und anderen Datenträgern fest. Bereits werden auch zufällig ausgewählte Jugendliche oder andere Personen mit dem Ziel verprügelt, diese Gewaltakte zu filmen. Die Filme werden per Handy oder über das Internet verbreitet. Diesem hemmungslosen Umgang mit Gewalt und Gewaltdarstellungen und der damit einhergehenden Demütigung von Schwächeren muss entgegen getreten werden.

Die Darstellung brutaler Gewalt hat aber auch in DVDs und Videos Einzug gefunden. In Computerspielen und auf Spielkonsolen können Schlachten geführt und virtuell Menschen getötet werden. So genannte "Snuff-Filme" zeigen echte oder gespielte Hinrichtungen und Tötungen. Sie dienen dem alleinigen Zweck der Unterhaltung.

Neben diesen Formen von Gewalt und ihrer Darstellung ist vermehrt auch das Herunterladen und Weitergeben von Pornografie bei Jugendlichen zu beobachten.

Die Polizei informiert Lehrer und Schüler mittels der Präventionskampagne "Bliib suuber".

Unsere Tipps für Eltern

  • Schaffen Sie ein gutes Vertrauensverhältnis mit Ihren Kindern.
  • Sehen Sie Ihren Kindern beim Arbeiten am PC zu.
  • Lassen Sie sie nicht unbeachtet am Fernseher.
  • Reduzieren Sie den Konsum Ihrer Kinder von Gewaltinhalten in Kinofilmen, Fernsehen und Videospielen.
  • Lernen Sie selber den Umgang mit dem Internet.
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über den Gebrauch von Chaträumen und die damit verbundenen Gefahren.
  • Schauen Sie Ihrem Kind ab und zu auch beim Gebrauch des Handys über die Schulter.
  • Reden Sie mit Ihren Kindern über Gewaltdarstellungen und Darstellungen mit pornografischen Inhalt.
  • Erkundigen Sie sich (siehe Links), welche Inhalte auf PC und Handys verboten sind.
  • Sprechen Sie keine Verbote aus, die Sie nicht kontrollieren können.