Zielgruppen

Täter

Wer ist eigentlich Täter?

Zum Täter im Sinne des Schweizerischen Strafgesetzbuches wird, wer eine Tat begangen hat, die das Gesetz ausdrücklich unter Strafe stellt. Es gilt der Grundsatz, keine Sanktion ohne Gesetz.

Das Jugendstrafgesetz gilt für diejenige Person, die zwischen dem vollendeten 10. und dem vollendeten 18. Altersjahr eine mit Strafe bedrohte Tat begangen hat. Handelt es sich beim Täter oder der Täterin um ein Kind im Alter unter zehn Jahren, so liegt kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten im Sinne des Gesetzes vor. In so einem Falle ist die Vormundschaftsbehörde oder die vom Kanton bezeichnete Fachstelle für Jugendhilfe zu benachrichtigen. Diese Maxime sind für unsere Arbeit wegweisend.

Bei den jugendlichen Straftätern handelt es sich mehrheitlich um Delinquenten männlichen Geschlechts. Währenddem sie zum Beispiel wegen Gewaltdelikten, Einbrüchen oder Fahrzeug-Entwendungen mit dem Gesetz in Konflikt geraten, gehen die Täterinnen meist subtiler vor. Trotzdem haben wir immer wieder Täterinnen, welche auch Gewalttaten verüben.

Eines der Ziele unserer Tätigkeit besteht in der frühzeitigen Erkennung von gefährdeten Jugendlichen. Wir wollen sie davon abhalten, zum Schwellen- oder gar Intensivtäter zu werden. Stellen wir die Begehung von Straftaten fest, sind wir bestrebt, dem Täter konsequent aber fair entgegen zu treten.  Die tägliche Erfahrung zeigt, dass unsere Mitarbeitenden von den nicht immer einfachen Jugendlichen in der Mehrheit als Gesetzeshüter akzeptiert wird.