Umgang mit E-Bikes

Markant zugenommen haben die Unfälle mit sogenannten E-Bikes, den Fahrrädern mit elektrischer Trethilfe; ihre Zahl hat sich von 24 im Jahr 2013 auf 63 Unfälle im Jahr 2014 mehr als verdoppelt. Hauptursache ist die Geschwindigkeit. Auch gab es bei diesen Unfällen mehr verletzte Personen.
E-Bikes sind aber nicht einfach Fahrräder. Wer den sicheren Fahrspass mit dem E-Bike geniessen will, muss die Besonderheiten und die Fahreigenschaften des E-Bikes kennen:

  • Ein E-Bike ist deutlich schwerer als ein Fahrrad, und das Fahrverhalten wird durch die Körperhaltung des Lenkenden beeinflusst.
  • E-Bikes sind um einiges schneller als Velos. Mit zunehmender Geschwindigkeit verlängert sich aber auch der Bremsweg stark. Die Geschwindigkeiten werden oft unterschätzt.
  • E-Bikes werden, wegen ihrer ähnlichen Silhouette, durch andere Verkehrsteilnehmer mit den gewohnten, langsam fahrenden Fahrrädern verwechselt, was zu gefährlicher Unterschätzung der Geschwindigkeit und der zurückgelegten Distanz führt.

Die Verletzungen bei Verkehrsunfällen mit E-Bikes sind hinsichtlich der Schwere der Verletzungen und der Behandlungsdauer mit Motorradunfällen vergleichbar. Sie unterscheiden sich von denjenigen mit Fahrrädern. Das zeigen diverse medizinische Studien so auch eine aktuelle des Traumazentrums des Luzerner Kantonsspitals von Mitte 2013. Die schwereren Unfallfolgen sind gemäss den Studien auf die höheren Geschwindigkeiten und das grössere Gewicht der E-Bikes zurückzuführen.