Fachdienst Menschenhandel

Menschenhandel ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung mit vielen Erscheinungsformen. Artikel 182 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) stellt unter Strafe, wer als Anbieter, Vermittler oder Abnehmer mit einem Menschen Handel treibt. Dies zum Zwecke

  • der sexuellen Ausbeutung;
    - Zuführung zur Prostitution
    - Herstellung pornografischen Materials
  • der Ausbeutung seiner Arbeitskraft;
    - Annahme von Arbeit unter Zwang
    - Arbeit unter sklavereiähnlichen Zuständen
    - organisierte Bettelei
    - organisierter Diebstahl
  • der Entnahme eines Körperorgans.

Der Fachdienst Menschenhandel der Kantonspolizei führt die Ermittlungsverfahren unter der Leitung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, die für Strafuntersuchungen gegen organisierte Kriminalität und Menschenhandel zuständig ist. In enger Zusammenarbeit mit der Regionalpolizei finden regelmässige Kontrollen in unterschiedlichen Betrieben in den Regionen des Kantonsgebietes statt. Neben der Verfolgung von Delikten im Bereich der ‚sexuellen Ausbeutung‘ gilt das Augenmerk ebenfalls der ‚Ausbeutung der Arbeitskraft‘ und dem ‚Kinderhandel‘. Eine grosse Herausforderung dabei ist die Erkennung eines möglichen Opfers von Menschenhandel.

Kontakt:

Telefon:  +41 44 247 60 60
Fax:        +41 44 247 60 18
E-Mail:    menschenhandel@kapo.zh.ch

Im Notfall und ausserhalb der Bürozeit via Notrufnummer 117