Stammhaus

Nach dem Bockenkrieg im Jahre 1804 nahm die Zürcher Regierung die ersten 61 Landjäger in den Dienst auf. Die meisten von ihnen wurden zunächst in der alten Militärkaserne am Talacker untergebracht. 1805 zog das Korps in das ehemalige Kloster Ötenbach ein, doch 25 Jahre später musste das Landjägerkorps wieder zurück in den «Talacker». Fast gleichzeitig bezog ein Teil der Polizei die neu erbaute Hauptwache beim Rathaus.

Nach dem Kasernenbrand 1870 zog das Polizeikorps wieder ins «Ötenbach». Das Ötenbacher Amtshaus wurde für die Polizisten umgebaut. Allerdings zeigte sich 1895, dass die Polizisten unter sehr schlechten Bedingungen in ihren beiden Standorten lebten und arbeiteten. Daher erfolgte am 29. Mai 1899 der Spatenstich für einen Neubau im heutigen Stadtkreis 4. Am 19. Januar 1901 zog die Kantonspolizei Zürich zu den Klängen der Korpsmusik in ihr neues Stammhaus an der Kasernenstrasse 29 ein – und blieb bis heute dort.

In den nächsten Jahren wird nun ein weiterer Schritt gemacht, wenn das neue Zentrum für die Strafverfolgung (PJZ) in Betrieb genommen wird. Durch dessen Inbetriebnahme sollen mehrere Standorte der Kriminal- und der Sicherheitspolizei freiwerden, unter anderem die Militärkaserne an der Kasernenstrasse und das Kripo-Haus an der Zeughausstrasse. Zahlreiche weitere Standorte werden aber weiter genutzt, darunter auch die ehemalige Hauptwache beim Rathaus und das mittlerweile deutlich über 100-jährige Stammhaus an der Zürcher Sihl.