Kanton Zürich: Zwischenbilanz der Kantonspolizei zum Sturm Sabine

10.02.2020 - Medienmitteilung

Zurück zu Medienmitteilungen

Der angekündigte Sturm Sabine hat am Montag (10.2.2020) bis am frühen Nachmittag im Kanton Zürich zahlreiche Sachschäden angerichtet. In Bauma und Wald kam es zu zwei grösseren Ereignissen. Bei einem Zwischenfall in Adliswil verletzten sich zwei Personen. Seit dem Morgen sind bei der Kantonspolizei Zürich über 190 den Sturm betreffende Meldungen eingegangen.

Die Kantonspolizei Zürich verzeichnete seit dem frühen Montagmorgen rund 190 Meldungen auf Kantonsgebiet (ohne die Städte Zürich und Winterthur) im Zusammenhang mit dem Sturm Sabine. Durch umgefallene Bäume sowie unbefestigte Gegenstände ist es zu verschiedenen Behinderungen auf Strassen und Schienen im ganzen Kantonsgebiet gekommen. So mussten unter anderem die A51 und die Schaffhauserstrasse durch den Hardwald aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Am Flughafen Zürich wurden mehrere Flüge annulliert und die Fernverkehrszüge von und nach Deutschland mussten eingestellt werden.

Die Polizei wurde unter anderem aufgeboten, weil die starken Windböen Trampoline, Steine und weitere Gegenstände unkontrolliert davon wehten. Die Verkehrspolizei rückte an diverse Verkehrsunfälle aus, bei welchen Fahrzeuge oder Anhänger umgekippt waren oder die Fahrzeuglenkenden aufgrund von Böen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren hatten. Die Seepolizei stand rund 15 Mal betreffend losgerissener Boote im Einsatz. 

In Adliswil wurden zwei Personen beim Versuch, ein weggeblasenes Festzelt von der Strasse zu nehmen, verletzt. Sie mussten mit Rettungswagen ins Spital gebracht werden. Bei einem Grossbrand in Bauma zerstörte das Feuer mehrere Gebäude. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot aus (separate Medienmittelung). In Wald kollidierte ein Regionalzug mit einem auf das Geleise gestürzten Baum. Die Lokomotive wurde stark beschädigt. Beim Unfall wurden keine Personen verletzt (separate Medienmittelung).

Gemäss MeteoSchweiz wird für heute Abend eine weitere Sturmfront erwartet. Die gesamte Schadenssumme kann momentan noch nicht beziffert werden.

Die Kantonspolizei Zürich setzte zusätzliche Patrouillen ein und konnte an allen Fronten auf eine eingespielte und gute Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stützpunkt- und Ortsfeuerwehren, Rettungsdiensten, Gemeindeverantwortlichen, dem Kantonsforstingenieur, kommunalen Werk- und Forstbetrieben sowie weiteren Einsatzkräften verschiedenster Organisationen zählen.

Kantonspolizei Zürich
Mediendienst / Tel. 044 247 36 36
Florian Frei

Zurück zu Medienmitteilungen