IST - Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt

Stopp Häusliche Gewalt!
Film "STOPP HÄUSLICHE GEWALT"

Stopp Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, auch nicht in der Corona-Zeit. Das Gewaltschutzgesetz wird konsequent angewendet, und Schutzmassnahmen werden weiterhin verfügt (Wegweisung, Kontakt- und Rayonverbot).

Die Frauenhäuser und Schutzinstitutionen für Minderjährige sind weiterhin offen, und auch alle Beratungsstellen für Opfer und auch für Tatpersonen stehen mit ihren Angeboten zur Verfügung. Die Beratungen finden per Telefon, E-Mail oder online statt. Adressen finden Sie hier.

Im Notfall wählen Sie die Telefonnummer 117. Für eine Anzeigeerstattung wenden Sie sich an den nächsten Polizeiposten.

 

Häusliche Gewalt ist die weltweit am meisten verbreitete und alltäglich vorkommende Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Gewalt in partnerschaftlichen und familiären Beziehungen kommt in allen Altersstufen, Kulturen und sozialen Schichten vor, unabhängig vom Geschlecht, Bildungsniveau, Einkommen, gesellschaftlichen Status oder der Herkunft der Betroffenen.

Häusliche Gewalt hat viele Gesichter. Sie umfasst nicht nur Gewalt und Stalking in einer bestehenden oder aufgelösten Paarbeziehung, sondern auch innerhalb der Familie und Verwandtschaft. Ein Zusammenleben wird nicht vorausgesetzt.

Beispiele für Häusliche Gewalt:

  • beschimpfen, bedrohen, einschüchtern oder erniedrigen
  • verfolgen, belästigen oder auflauern
  • schlagen, treten, würgen oder Gegenstände nachwerfen
  • zu sexuellen Handlungen zwingen
  • zu Hause einsperren
  • Kontakte zur Familie und zu Freunden kontrollieren oder verbieten
  • zur Heirat zwingen
  • kein Haushaltsgeld geben oder den Lohn wegnehmen
     

Schutzmassnahmen - Gewaltschutzgesetz

Die Polizei kann zum Schutz des Opfers gegen die gewaltausübende Person für 14 Tage folgende Sofortmassnahmen anordnen:

  • Wegweisung aus der Wohnung oder dem Haus
  • Verbot, das Opfer und nahe Angehörige zu kontaktieren
  • Verbot, bestimmte Orte im Umfeld des Opfers zu betreten (z.B. Wohnort, Arbeitsplatz bzw. Arbeits- oder Schulweg)

Besteht weiterhin eine Gefahr, kann das Opfer bei Gericht die Verlängerung der Schutzmassnahmen um maximal 3 Monate beantragen. Die Opferberatungsstellen sind dabei behilflich.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter den Ausführungen zum Gewaltschutzgesetz.