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Warnzeichen zur Erkennung von Häuslicher Gewalt

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Aus den Erfahrungen in der Arbeit mit gewaltbetroffenen Frauen im Gesundheitsbereich (nur auf Frauen bezogen) haben sich in den letzten Jahren die elf wichtigsten Warnzeichen, die so genannten „Red Flags“ (nach Hagemann-White & Bohne, 2003) herauskristallisiert:

  • Chronische Beschwerden, die keine offensichtlichen physischen Ursachen haben
  • Verletzungen, die nicht mit den Erklärungen, wie sie entstanden sind, übereinstimmen
  • Verschiedene Verletzungen in unterschiedlichen Heilungsstadien
  • Partner, welcher übermässig aufmerksam ist, kontrolliert und nicht von der Seite der Frau weichen will
  • Physische Verletzungen während der Schwangerschaft
  • Spätes Beginnen der Schwangerschaftsvorsorge
  • Häufige Fehlgeburten
  • Häufige Suizidversuche und -gedanken
  • Verzögerung zwischen Zeitpunkt der Verletzung und Aufsuchen der Behandlung
  • Chronische Darmstörungen (Reizdarm)
  • Chronische Beckenschmerzen

Diese Indikatoren können auf eine mögliche Gewaltbetroffenheit hinweisen. Insbesondere das gleichzeitige Vorliegen mehrerer Indikatoren sollte Anlass für eine erhöhte Aufmerksamkeit sein.

Andere mögliche Symptome

Schürf- und Kratzspuren, Prellungen, Quetschungen, Verbrennungen. Hämatome, z.B. in verschiedenen Heilungsstadien, Würgemale, Punkteeinblutungen an Pilgern oder Augenliedern, diffuse Schmerzzustände, Sucht, Depression usw.

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