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Polizeiliche Schutzmassnahmen

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Polizeiliche Schutzmassnahmen (§ 3 GSG) und polizeilicher Gewahrsam:

  • Wegweisung: Die gefährdende Person wird aus der gemeinsamen Wohnung oder dem Haus gewiesen. Die Wegweisung gilt auch für die unmittelbare Umgebung bzw. der zur Wohnung gehörenden Nutzungsräume und Zugänge (Treppenhaus, Keller, Waschküche, Hof, Garten, Parkplatz, Tiefgarage). Eine frühzeitige Rückkehr ist auch im Einverständnis mit der gewaltbetroffenen Person (Opfer) nicht erlaubt und gilt als Missachtung des Wegweisungsentscheids und somit als Verstoss gegen Art. 292 StGB.
  • Rayonverbot: Der gefährdenden Person wird verboten, sich in gewissen Gebieten aufzuhalten oder diese zu betreten. Die betroffenen Gebiete werden in einem Plan eingezeichnet und der Schutzverfügung beigelegt (z.B. Wohn-, Arbeitsort oder Schulweg).
  • Kontaktverbot: Der gefährdenden Person wird verboten, mit der gefährdeten Person in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen. Dazu gehören das direkte Ansprechen, Telefonanrufe, SMS, E-Mails, Briefe, Facebook etc. Falls zur Sicherstellung des Schutzes notwendig, kann das Kontaktverbot auch auf weitere Personen ausgedehnt werden (z.B. Kinder und nahestehende Personen).

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