Kriminalpolizei

Christiane Lentjes Meili, Chefin Kriminalpolizei

Christiane Lentjes Meili, Dr. iur.

Chefin Kriminalpolizei
seit 1. März 2010

Christiane Lentjes Meili war vor ihrem Wechsel zur Kantonspolizei Zürich zunächst gut 10 Jahre, davon 7 Jahre als Bezirksanwältin (heute Staatsanwältin), in der Strafverfolgung von Wirtschaftskriminalität tätig. 1999 trat sie als juristische Sekretärin mit besonderen Aufgaben in das Generalsekretariat der Direktion der Justiz und des Innern ein und übernahm dort 2005 die Funktion der stellvertretenden Generalsekretärin mit fachlichen Schwerpunkten bei Strafverfolgung und Justizvollzug.

Die kriminalpolizeilichen Aufgaben umfassen die Verhinderung strafbarer Handlungen, die Feststellung von Straftaten und deren Aufklärung nach Massgabe der StPO (§ 8 Polizeiorganisationsgesetz, POG).

Als eigentlichen Kernauftrag erfüllt die Kriminalpolizei die mit der polizeirechtlichen Vorermittlung und dem strafprozessualen Vorverfahren verbundenen Aufgaben (§ 4 Polizeigesetz; PolG). Sie wendet die im Polizeigesetz vorgesehenen Massnahmen an, um Informationen über mögliche Delikte zu überprüfen, begangene Straftaten zu erkennen oder wo möglich Straftaten auch zu verhindern.

Mit selbständigen Ermittlungsverfahren oder nach der Eröffnung von Strafuntersuchungen im Zusammenwirken mit der Staatsanwaltschaft bearbeitet sie sämtliche Fälle mittelschwerer bis hin zu komplexer Kriminalität, die nicht von den Kräften der Grundversorgung bearbeitet werden können. Bei der Aufklärung von Straftaten deckt die Kriminalpolizei das vollständige Deliktspektrum des Strafgesetzbuchs und des Betäubungsmittelgesetzes ab. Angefangen bei Kapitalverbrechen wie Tötungen, Raub, schwere Körperverletzungen und Brandstiftungen, aber auch Sexualdelikte und Menschenhandel.

Weitere Schwerpunkte bilden Computerdelikte und Cybercrime, Geldwäscherei, Wirtschafts- und andere Eigentums- und Vermögensdelikte, aber auch jegliche Betäubungsmitteldelikte unter besonderer Berücksichtigung von Strukturkriminalität, bei der die Täterschaft mit einem erheblichen Organisationsgrad tätig wird. Eine besondere Herausforderung bringt die Digitalisierung mit sich, indem herkömmlichen Delikte zunehmend in digitalisierter Form begangen werden oder zumindest umfangreiche digitale Spuren hinterlassen, die zur Sachverhaltsklärung gesichert und ausgewertet werden müssen.

Die Kriminalpolizei schafft die Grundlagen für eine wirksame Verbrechensbekämpfung, nutzt die Erkenntnisse zu Kriminalitätsphänomenen aber auch für innovative Präventionskonzepte. Sie stellt für beide Zwecke die fortwährende Analyse der Kriminalitätslage, die proaktive Entdeckung möglicher Straftaten und die gezielte Täterfahndung sicher, aber auch die effiziente und wirkungsvolle Beweiserhebung und -auswertung bei der Abklärung strafrechtlicher Sachverhalte. Der Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnologien und die professionelle Sicherung und Auswertung digitaler Spuren ergänzen die anspruchsvollen Aufgabenfelder der Kriminalpolizei.

Wichtig ist neben dem Zusammenwirken mit den übrigen Strafverfolgungsbehörden auch die enge Zusammenarbeit mit kriminaltechnischen und rechtsmedizinischen Spezialisten, die mit wissenschaftlichen Methoden und technischen Hilfsmitteln auch kleinste Spuren sichtbar machen und auswerten können. Entscheidend für den Erfolg ist daneben aber oft auch die Intuition der Kriminalistinnen und Kriminalisten, ihr taktisches Geschick und ihre Fähigkeit, aus Informationen und Beweismitteln die richtigen Schlüsse zu ziehen.